Schulgarten


Seit dem Frühjahr 2018 gibt es an unserer Schule einen Schulgarten! In der an unser Schulgelände anschließenden Kleingartensiedlung wurde ein Grundstück gepachtet, das nun im Rahmen des WPU-Kurses "Grüne Schule" auf Vordermann gebracht und nutzbar gemacht wird.


Tagebuch - aktuellster Eintrag

29.05.2018: Wir ernten schon!

Mit stark dezimierter Mannschaft haben wir heute den Acker behackt und den Rasen zum ersten Mal gemäht. Wir haben jetzt auch Strom und je einen Rasenmäher, sowie -trimmer!

Es wächst immer noch alles super. Unser Sorgenkind (der Kohlrabi) hat sich ein wenig von den Schnecken erholt. Mangold explodiert regelrecht. Kopfsalate, Zuckererbsen, Kartoffeln, Fenchel, Beete und und und...!

Seit Montag versuchen wir, den belegten Brötchen der Schülerfirma vor dem Unterricht Kresse, Salat und Radieschen aus unserem Acker zukommen zu lassen. Das muss aber alles gut organisiert sein. Aus unserem Kurs hat sich jemand bereit erklärt, dafür morgens mindestens 10 Minuten früher aufzustehen... Sei tapfer Junge!


Projektziele

Zusammen mit unserem Partner "Gemüseackerdemie" verfolgen wir in diesem Projekt im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) folgende Ziele:

  1. Learning by doing
    Das Selbermachen steht im Vordergrund: Die Kinder bewirtschaften ihren Acker selbstbestimmt und bekommen direkte Rückmeldung in Form der Ernte.
  2. Sozialkompetenz und Persönlichkeit
    Auf dem Acker sind andere Kompetenzen gefragt als im Klassenraum. Vermeintlich „schwächere“ Schüler/innen entpuppen sich als AckerProfis, Erfolgserlebnisse auf dem Acker steigern das Selbstvertrauen. Das Ackern in altersgemischten Teams und der Kontakt zu Pflanzen und Tieren fördern Empathie und stärken das Bewusstsein für die Umwelt.
  3. Ganzheitlichkeit
    Die Kinder und Jugendlichen erleben nicht nur, wie lecker frisches Gemüse ist, sondern setzen sich dank der Bildungsmaterialien auch kognitiv mit der Lebensmittelproduktion auseinander. Sie erleben die Abhängigkeiten der vielfältigen natürlichen Prozesse untereinander und üben in größeren Zusammenhängen zu denken.
  4. Perspektivwechsel und Reflexion
    Wie lebt eigentlich ein und was bedeutet der massive Tomatenanbau in Spanien für die Menschen dort? Die Schüler/innen lernen unterschiedliche Ansichten kennen und reflektieren ihr eigenes Verhalten im Kontext globaler Gerechtigkeit.
  5. Relevanz und Authentizität
    Das Ackern, aber auch die Auseinandersetzung mit weiterführenden globalen Fragestellungen schließen direkt an die Lebenswelt der Schüler/innen an. Das motiviert Lösungen zu finden, aktiv zu werden und neue Verhaltensweisen zu erproben.